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“Upside Down” - Der Film über Creation Records

by Jan Schimmang on March 3rd, 2010

Die Legende besagt, dass Alan McGee sofort begriff, dass dies ein wichtiger Moment für die Rockgeschichte ist - oder zumindest in die Analen der britischen Popkultur eingehen wird. Es war 1993 in Manchester, ein Club namens Boardwalk. Auf der Bühne spielten Musiker, die ihre Instrumente mäßig, aber effektiv beherrschten. Durchschnittliche Songs, aber McGee spürte die Magie: Der Gitarrist blickte missmutig auf die wenigen Zuschauer, der Sänger wirkte damals in seiner Knabenschönheit fast feminim, bewegte sich kaum - und gab seinem Gesang eine unverwechselbare Tonalität, in dem er die Vokale entgegen jeder Konvention dehnte.

Es war nicht die erste und auch nicht die letzte Band, die Alan McGee einen Plattenvertrag unterschreiben ließ. Creation Records bleibt auf ewig legendär, existierte von 1983 bis 2000. Primal Scream, My Bloody Valentine oder Ride veröffentlichen darauf ihre Alben - The Jesus And Mary Chain ihre Debüt-Single. Das Label prägte die britische Musiktradition der Gegenwart wie kein zweites. Es ging zugrunde an den üblichen Verdächtigen - einem finanziellem und strategischem Missmanagement, Selbstüberschätzung und den persönlichen Problemen des McGee: “The Ecstasy Romance Cannot Last”.

Der Film “Upside Down” wird im Frühling ins Kino kommen. Regisseur Danny O’Connor zum Guardian:

“No one does excess like Creation, no one does great records like Creation. It was an indie, but it didn’t wear a cardigan, it didn’t apologise. There was a real power in its punch. If you think that rock’n'roll is all about swagger — this is your film.”

Filed under: Cinemathek

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