Andreas Mühe: Der Fokus des Raumes
by Jan Schimmang on July 2nd, 2009

Mit spartanischer Inszenierung verleiht der Fotograf Andreas Mühe seinen Bildern einen konzentrierten Effekt. Oder wie F.C. Gundlach formuliert: “ein Werk von außerordentlicher Konsequenz”. Für den Spiegel fotografierte er neulich die Bundeskanzlerin und portraitierte viele Charaktere aus Kunst, Lifestyle und Pop. Ab dem 22. Januar wird seine Ausstellung über die Galerie Camera Work in Berlin zu sehen sein.
Was war das erste vernünftige Foto, das du gemacht hast?
“In meiner Serie über das Seebad Prora gibt es drei Motive, die ich als zeitlos bezeichnen würde. Sie sind 2004 entstanden für die FHM Collection. So ein richtiges Schlüsselbild gab es nicht.
Welche Fotografen schätzt du und warum?
“Jeff Wall. Er vermittelt in seinen Fotos die gewisse Leichtigkeit und beherrscht den gekonnten Umgang mit den Dimensionen des Raumes.”
Was zeichnet deiner Meinung einen guten Fotografen aus?
“Wenn er etwas von seinem Handwerk versteht, dann ist er in der Lage, mit den Objekten zu spielen und seine Bilder können mir etwas mitteilen.”
Wer sollte mal von dir fotografiert werden?
Dave Gahan.
Zukunftspläne?
“Ich bereite gerade meine eigene Ausstellung vor. Und ich werde auch bald meine Arbeit hinter der Video-Kamera fortsetzen.”
