POPMAT

Dance Culture

by Jan Schimmang on November 26th, 2009

Das Magazin “Ästhetik & Kommunikation” widmet sich in seiner neuen Ausgabe dem Tanz - im weitesten Sinne, aber immer mit speziellem Fokus. So schreibt Gabriele Klein über “Das soziale Choreographieren”, Melanie Haller weiß, wie der einzelne Schritt zum Erlebnis wird und Thomas Rieser erklärt die Faszination des argentinischen Tango. Außerdem: Gedanken zum Gestus des King Of Pop - ein Nachruf. Das Heft ist ab sofort im gut sortierten Buchhandel erhältlich.

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Sport Hit Paradise

by Andreas Boettcher on November 20th, 2009

In Paris wird im Dezember die Ausstellung mit Arbeiten von Elisabeth Arkhipoff, eine in New York lebende französische Künstlerin eröffnet. Als Grafikdesignerin entwarf sie unter anderem ein Plattencover für DJ Hell und drehte das Video für M83 “Run Into Flowers”

Mit dem neuen Projekt Sport Hit Paradise wird jetzt sozusagen eine fiktive Band ins Leben gerufen. Munk, In Flagranti, Gavin Russom und viele andere wurden gebeten, einen Track für das Album zu produzieren - und jeder hat seinem Song einen musikalischen Identitätsstempel aufgesetzt. Das sehr hörenswerte Ergebnis kann in limitierter Auflage auf Vinyl erstanden werden oder ist hier for free als Download zu haben.

Filed under: Freestyle
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The silence is golden

by Jan Schimmang on November 19th, 2009

Just excellent remixes for Cut Copy, Little Boots, Peter, Bjorn And John or Empire Of The Sun. And more than that: The Golden Filter have released their second official single “Thunderbid”. You can download it for free via their label Dummy. The 7″ vinyl features their cover “The hardest button to button” by The White Stripes on the B-side. The Golden Filter is a bit mysterious, just a few photos without any face and hardly any information about them. It´s seems they are a duo based in New York. Penelope and Stephen. And three short answers via mail in June this year …

Your important experience with the remix culture?

Penelope: “The good experience was stumbling across The Scientist. The bad: ‘Mix Up’ by The Cure. A lesson on how not to remix. A remix should reinvent. One particular song which inspired us were ‘Doctorin’ The Tardis’ by The Timelords aka The KLF.”

Will you release an album soon?

“We are working on our full-length and we will do a few singles before. We hope getting people to remix us instead of vice-versa. Plus making small films and taking pictures.”

And the future?

“The silence is golden.”

Filed under: Interview
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Zur Relevanz der Rezension

by Jan Schimmang on November 16th, 2009

Vor rund zwei Monaten feierten sich zwei große deutsche Zeitschriften selbst: Der Musikexpress blickte auf vierzig Jahre zurück, der deutsche Ableger des Rolling Stone auf immerhin fünfzehn. Ein würdiger Anlass, den Status Quo des deutschen Musik-Journalismus zu reflektieren. Was ist los mit dir, gedruckte Pop-Rezension?

Genau das dachte sich auch Christina Hoffmann und schrieb den lesenswerten Artikel “In der Zeitgeistschleife” für die FAZ. Zwischen den Zeilen, nicht explizit formuliert, immer wieder der nicht ganz unberechtigte subtile Vorwurf, dass die Schreiberlinge von heute zu Erfüllungsgehilfen der Musik-Industrie verkommen seien. ”Wo früher idiosynkratische Empfehlungen oder kämpferische Verrisse zum guten Ton gehörten, herrscht heute eine Mischung aus Beliebigkeit und Nostalgie” heißt es in dem Text - und das stimmt durchaus.

Daniel Vujanic formulierte diese Tatsache im Oktober für die Zeitschrift Blank wie folgt: “Wieso redet eigentlich niemand über die völlige Homogenisierung der Musiklandschaft? Über die sich immer mehr – in Erscheinungsbild und Inhalt – angleichenden Printmedien. Über die perfide Ästhetik des Konsens. Darüber das alle immer alles hörenswert oder irgendwie toll finden.” Ähnlich hatte diese Krux auch schon Mark Terkessidis für die Wochenzeitschrift Der Freitag formuliert.

Für Einsteiger: Die Kernproblematik ist, dass Themen bedient werden müssen, weil diese Anzeigen der Industrie garantieren, auf die Medien oft finanziell angewiesen sind, um zu überleben. Und auch, um gute Inhalte zu produzieren - das wird oft vergessen. Denn die Laster der klassischen Musikpresse muss man kritisieren, darf aber gleichzeitig auch anerkennen: Als Inspirationsquelle und repräsentativer Überblick taugt sie noch immer. Sogar ein bisschen mehr als das: Klaus Walter erklärt mittels eines Essays in der aktuellen Sounds mal eben die letzten zwanzig Jahre Popkultur in Deutschland, Wolf Kampmann portraitiert in einem Dossier Element Of Crime für den Musikexpress nahezu abschließend und Linus Volkmann besprach mal für die Intro ein Album von Curse, in dem er einfach nur eine Frage stellte. Definitiv das Papier wert, auf dem es geschrieben steht.

Im Grunde sollte man in der Diskussion um die vermeintlich Authentizität der Pop-Medien doch schon längst einen Schritt weiter sein, überspitzt formuliert: Nur von guter Musik lässt sich nicht leben, von guten Texten über gute Musik schon gar nicht. Längst geht es doch nur darum wie geschickt und bestmöglichst aufrichtig zwischen Kunst, Kommerz, Konsens und Kompromiss balanciert wird. Ein gelungenes und viel zitiertes Beispiel: Die Nudel-Werbung im Impressum der Spex.

All diese Ambivalenz mag so manchen Schöngeist erschüttern. Aber im Fazit muss auch er die bittere Wahrheit des modernen Medienzeitalters realisieren, die schon immer zutraf und heute um so mehr gilt: Es kommt nicht darauf an, was man liest - sondern wie man liest.

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After Hours

by Andreas Boettcher on November 13th, 2009

Diesmal wird die Berliner Partyszene in einer Web-Doku porträtiert. Das Videoportal 3min zeigt die erste Folge ab kommender Woche immer Montags und Freitags. Ob es toleranter Berliner Einheitsbrei ist, bleibt abzuwarten. Denn wie es so ist, bereits jetzt gibt es Diskussionen über die Überdokumentation der Szene.

Die Web-Doku After Hours begleitet drei Protagonisten im Sommer 2009 durch die Berliner Clubszene und gibt anhand von Gesprächen auch viele Einblicke in die Vergangenheit der Technoszene. Interviews mit Insidern bieten Hintergrundinformationen und Nostalgie.”

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Samstag: Musik klingt besser mit euch …

by Andreas Boettcher & Jan Schimmang on November 5th, 2009

Wir laden gemeinsam mit Pop Campain herzlich ein. Präsentiert von der Kim Bar - klick auf den Flyer.

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Fortsetzung folgt: Literatur vor dem Kino.

by Jan Schimmang on November 3rd, 2009

Kein Roman, der als Filmvorlage dient und schon gar nicht ein Buch, das zum Film nachgeschoben wird. Der Titel “Soul Kitchen: Der Geschichte erster Teil - das Buch vor dem Film” ist selbsterklärend. So hat Jasmin Ramadan den Plot geschrieben, der den Vorhang für Fatih Akins gleichnamigen Kinofilm öffnet - und dabei wohl gemerkt mehr als ein Vorspiel ist, sondern auch als eigenständiges Werk funktioniert. Die Autorin kennt den Regisseur und den Schauspieler Adam Bousdoukos noch aus Jugendzeiten; ein Portrait deutet an, dass ihr Weg zum Schreiben eher unorthodox war.

“Zino lebt ohne Schulabschluss in Hamburg-Altona, sein geliebter Bruder sitzt im Gefängnis, die Eltern kehren nach Griechenland zurück, und der erste richtige Sex ist vorbei, ehe er überhaupt begonnen hat”, skizziert Ramadan das dramaturgische Setup ihres Debüts, das sie als Coming-Of-Age- und Road-Movie-Roman bezeichnet. Nach seinem Selbstfindungs-Trip, der den Helden bis in die Karibik führt, eröffnet ihr Protagonist schließlich ein Restaurant: “Soul Kitchen”. Und genau an diesem Handlungstrang schließt Akins Film an. Erstens lesens- und zweitens sehenswert.

Trailer: “Soul Kitchen” (Kinostart: 25. Dezember)

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