JD TWITCH / OPTIMO
by Andreas Boettcher on October 27th, 2009

Once again we met Optimo and this time we talked with JD Twitch. At the beginning of 2009 he started the Label Optimo Music which is brilliant eclectic (yuk!) like their own mixing style. Listen to him which real representatives of industrial music are going to release a record on it and what projects you can expect in the future. Of course we wanted to know his blueprints in music and why they still love doing the weekly Optimo Clubnight in Glasgow - for the 12th year now - a night beyond all bounds and insane even for berlin nightclubbers.
Check: Optimo (Espacio) Podcasts
Der Irrweg ist ihr Ziel: Sometree unterwegs.
by Jan Schimmang on October 22nd, 2009

Markus Seidel hat mal einen guten Roman geschrieben. Dieser trägt den schönen Titel “Umwege erhöhen die Ortkenntnis”. So ein bisschen darf man dieses Bonmot mit Sometree assoziieren: die Irrwege ihrer Songs erhöhen die Musik-Kenntnis. Ihr Repertoire ist insgesamt sperrig, für sie erscheint das Schwierge oft einfach nur richtig. So komplex ihre Stücke auch sein mögen, selbst wenn man sie missversteht, fühlt man sich irgendwie immer auf der guten Seite.
Im Sommer spielten sie als Support von Snow Patrol. Das Publikum war angenehm irrtiert. Denn plötzlich stürzten Gitarrenwände über biederen Pärchen zusammen, die doch eigentlich gerade auf Schmusekurs waren. Dass der Bassist mit dem Rücken zum Publikum spielte, der Schlagzeuger die Bühne so unglaublich unauffällig betritt und verlässt - seltsam. Bleibt alles anders, auch nach rund fünfzehn Jahre Sometree. Seit jeher müssen sie über die beiden Total-Referenzen Metallica und Radiohead sprechen, haben vier reguläre Alben veröffentlich und mit “Hands in Arrows” und “Moduin” zwei übergroße Songs geschrieben. Das Album “Yonder” erschien im September. Ab sofort sind Sometree auf Tour.
Finesse Royale - Christian Kracht: Zu Leben und Werk.
by Jan Schimmang on October 21st, 2009

Vielleicht ein bisschen zu früh. Vielleicht auch überhaupt nicht nötig, mag man einer entgegnen: Johannes Birgfeld und Claude D. Conter widmen sich dem Autoren Christian Kracht und dessen Repertoire. Überwertet oder unbedingt relevant? In jedem Falle ist der Schweizer seit jeher ein bisschen mehr ist als ein Schriftsteller. Steht er als Autor doch synonym für den überholten Begriff des Popliteraten. Wie Sassan Niasseri zum Jubiläum von “Tristesse Royale” so absolut treffend schreibt: “Ein Verwandlungskünstler, den kein Mensch richtig kennt. Weil Kracht unter Pop versteht, alles sagen zu können, ohne es zu fühlen, hat er sich auch noch nie so richtig blamiert.” Und warum dem so ist, kann man nachvollziehen, wenn man sich näher mit ihm auseinander setzt, also eben mit: seinem Leben und Werk.
Ordentlich Mischkonsum: “Strobo” von Airen
by Andreas Boettcher on October 15th, 2009

Ein Druffi-Buch. Euphorie und Exzess. Bumbumbum. Aber erstmal von vorne, eine Valium und dann eine vernünftige Einleitung. Was wir hier in die Hand bekommen, sind aneinander gereihte Geschichten über das noch nicht totgeschriebene Phänomen des Feierns. Hart feiern, bis in den übernächsten Tag hinein. Erschienen sind ein Großteil der Texte bereits im Blog von Airen, die es mit neuem Material nun auch in Buchform gibt. Die Beats auf dem Weg zur Synapse, die Wirkungsweise der Drogen, die Schmetterlinge im Bauch und der Kater, der nach dem nicht enden wollenden 4/4 Takt irgendwann den Körper übernimmt. Geisteszustände, die verdammt detailliert erlebt werden. Und das ist auch die große Stärke von Airen. Stadien exakt zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn man voll drauf ist - oder voll drunter. Widerwillig sitzt er die Zeit ab, in der Unternehmensberatung, im Alltag. Die grenzenlose Vorfreude auf das kommende Wochenende kennt jeder. Aber es gibt keine Gruppe, die sich die Wochenenden sehnlicher herbeiwünschen, als die Feiergemeinde. Die Partysucht. Stets auf der Suche nach der noch härteren Abfahrt. Und genau für diese ist es das reinste Vergnügen, Seite für Seite. Stellenweise höchst amüsant beschriebene Situationen lassen einen vor lachen nicht mehr los. Ein Buch, das die Parallelwelten unserer Generation aufzeigt, zwischen Berghain und dem Rest. Die Leute, die sich Sonntags nicht in den Technotempel trauen, bekommen hier das verpasste geboten. Ohne Umschweife, ohne Schönmalerei - direkt in die Fresse.
Kevin Cummins: Manchester - Looking for the light through the pouring rain.
by Jan Schimmang on October 13th, 2009

Geprägt von Ikonen und Industrie, hat Manchester wie kaum eine andere Stadt in Relation zu ihrer Größe viele relevante Bands geboren: nicht nur für eine, sondern für mehrere Generationen war sie popkulturelle Referenz. Und dieses eine Label wird heutzutage zu recht geradezu mystifiziert. Der Fotograph Kevin Cummins hat nicht nur eines der berühmtesten Fotos von Ian Curtis gemacht, sondern Manchester und dessen Musik-Szene seit Mitte der Siebziger Jahre fotographisch begleitet. The Fall oder die Happy Mondays, The Smiths, die Stone Roses und New Order sind wichtige Figuren im Arrangement seiner Bilder und den enthaltenen Essays. Doch den Part des Protagonisten überlässt er der Stadt selbst. So wurde sein Bildband “Looking for the light through the pouring rain” eine visuelle Biographie, eine ästhetisches, aber nicht euphemistisches Tribut an seine Geburtsstadt.
You got nothing - but we have band!
by Jan Schimmang on October 8th, 2009

Wenn ihr Debüt-Album endlich erscheint, kündigt sich der Superlativ “Platte des Jahres” an. Sie covern die Pet Shop Boys, zelebrieren den Pop genau so gekonnt wie Zoot Woman und haben als Remixer unter anderem schon Bloc Party veredelt. Die Ästhetik ist ihr Leitmotiv, ob nun in der Produktion ihrer Songs, der Programmierung ihrer Website oder bei einem Foto-Shooting. Wenn nur alles so stilsicher wäre: diese Welt sehe endlich gut aus und We Have Band wie würde in den Radios rotieren.
Am Freitag spielen sie im Berliner Rosis.
Lost in the Eighties
by Andreas Boettcher on October 7th, 2009

Die immer lesenswerten Zeitgeschichten von einestages, man denke nur daran, wecken dieses mal Erinnerungen an eine Schauspieltruppe, die gemeinhin als Brat Pack bekannt war. Beginnend mit Francis Ford Coppolas The Outsiders, prägten Filme wie Ferris Buellers Day Off, The Breakfast Club und Less Than Zero durch sozialen Einfluss der stereotypischen Charaktere die amerikanische Jugendkultur der Achtziger Jahre. Anders als später bei der zerbrechlichen Grunge-Generation um Winona Ryder und Ethan Hawke, ging es Abseits der Scheinwerfer noch um übertriebene Selbsdarstellung und dem Rockstar Lifestyle. Rob Lowe quotes:“When I was young and crazy, I was young and crazy.” Für nostalgische thirtysomethings: Einmal Hollywood und zurück.
Pop Campaign
by Andreas Boettcher on October 1st, 2009

We should call it “New Faces” here at Popmat. Pop Campaign is an Electronic Duo from Glasgow. Describing themselves as bright, right and ready for the fight against pretentious self importance that plagues the music industry today. We like charismatic projects and Bratwurst too. So listen to their story of the first DJ appearance they had. It’s not all about Techno in Techno-City and it could end up much funnier - and yes, if you stranded in Berlin as Anna and Mark are, this may happen to you. They recommend some great music you should own, just as this mp3.
Pop Campaign - Come Whine With Me (zshare)
