TRUE TYPE TATTOO WITH MARTIN BÖTTCHER
by Jan Schimmang on September 6th, 2010

Portrait by Frauke Fischer.

This is basically not about Martin Böttcher, the Berlin based Radio DJ and music journalist. It’s about the great art on his arm.
“I first started to think about getting a tattoo when I was 15. All my friends were Rockabillies and Psychobillies and the older ones of them already had ink on their skin. My dad hated them and told me he would hate me as well if I dared to get tattooed. I’d like to think that he made me even more determined but that’s not true. He just made me more determined to find a tattoo which I’d never regret. Problem was, I just couldn’t find the right motif. Whenever there was a nice artwork I liked it only took a couple of weeks before I grew tired of it. So it took me more than 20 years to realize: I don’t need a realistic image, I need an abstract tattoo. After some research I found New York based Amanda Wachob.
She’s both a painter and a tattoo artist. She showed me a couple of her paintings, I liked the one with black and blue and red. It took her one and a half hour to put it on my arm. People often ask me about my tattoo: What is it? What does it mean? Tricky, the musician, who has a lot of tattoos, wanted to know all about it when I interviewed him a couple of days ago. All I could tell him (and the others): Amanda Wachob from New York did it. There is no deeper meaning to it, it is just an abstract tattoo even though the red spots look like blood. Yeah, blood!”
Talking about music is for Martin sometimes almost better than listening to it. He is especially into Techno and House. Every saturday between 8 and 10 PM CET he runs his own web radio show Electro Royale on Byte FM. Once in a while you will hear him on Deutschlandradio Kultur, too. But will you ever see a better tattoo than his?
Revitalize your Cover
by Andreas Boettcher on May 20th, 2010

Man nehme ein bekanntes Albumcover, eine Bildmanipulationssoftware und jemanden mit Know-How um dem ganzen Leben einzuhauchen. Heraus kommt dieser Tumblr Blog Animated Albums.

MTV minus “Music Television”
by Andreas Boettcher on March 19th, 2010

Vor fast 30 Jahren begann die Revolution im Fernsehen und man war fester Überzeugung: “Video Killed The Radio Star“. Jetzt wo alles anders ist, mag man meinen, MTV beugt sich seinen Kritikern. Die Unterschrift Music Television wird verbannt. Sowieso ist nicht mehr viel von dem ikonischen 3D Logo des Designers Frank Olinsky übrig geblieben. Umso mehr wird man sich jetzt nach den Realtiy-Sendungen richten, die heute das Programm prägen. Das soll Einzug in das neue Design haben. Tina Exarhos, Executive Vice President von MTV, sagte zu dem Redesign: “The people who watch it today, they don’t refer to MTV as music television. They don’t have the same emotional connection that, say, the people who are writing about [the logo change] do”. Genau so ist es. Auch wenn der Sender die Musik schon vor einiger Zeit gegen die Wand gefahren hat, ein wehmütiger Gedanke bleibt immer. Justin Timberlake prangerte das auch auf den VMAs 2007 an: “Play more damn videos. We don’t want to see the Simpsons on reality television”. Und für die Logoeinführung drängt sich ein Song von Beck umso mehr in den Kopf: MTV Makes Me Wanna Smoke Crack.
State of the artwork
by Jan Schimmang on January 13th, 2010

Das Auge hört mit: die Kunstform des Plattencovers. Im Zeitalter der Klicks und Bits nicht mehr so relevant wie es eigentlich sein sollte. Wer nicht mindestens schon mal eine Platte gekauft hat, ohne auch nur eine Note darauf - geschweige denn ihren Interpreten zu kennen - wird die Zelebrierung der Visualisierung wohl niemals nachvollziehen können.
“This is Hardcore” von Pulp ist nicht nur musikalisch ein großer Moment der Popkultur, sondern auch dank seiner Verpackung. Der Graphiker und Designer Peter Saville prägte mit seinen Werken die Alben von unter anderem Joy Division oder New Order. Seine Inszenierung des Artworks des oben abgebildeten Albums mit Fotos von Horst Diekgerdes gilt als zeitlos brilliant. Cover und Booklet strotzen nur so vor Glamour, sind gleichzeitig wunderbar unterkühlt und vielleicht auch subtil provokant.
Saville zur Inspiration: “One day the phone rang and it was Jarvis Cocker. He said ‘I would like to talk to you about a cover for our new album’. He came round with Steve from the band, and they outlined their problem to me. They needed to reposition Pulp. They’d had a certain pop success in the mid-90s and were rather the heavier side of lightweight. They wanted to present Pulp more as a rock band. The music was a lot deeper, darker and moodier.”
Das Zitat stammt aus einem Artikel des New Statesman Magazine aus dem Jahre 1998. In Auszügen ist der Text via Acrylic Afternoons nachzulesen. Auch das Magazin Sleevage hat die Geschichte des Covers lesenswert aufbereitet.
Temporary Big Things
by Andreas Boettcher on January 6th, 2010

Nach dem Pollroll der besten Alben, gibt es rückblickend noch vieles mehr was uns an die “Naughties” erinnern lässt. Da wäre: Der Hype. The next big thing. Das Internet und wie Myspace und Blogs die Musikwelt veränderten. Kaum gab es einen neuen Sound, musste auch schon ein Genre her, um die Maschine zum rollen und den Künstler wenig später ins Grab zu bringen. Electroclash, Mash-Ups, Grime usw. Eine Zusammenstellung der verblassten Trends sind in einem Artikel der New Yorker Wochenzeitung Village Voice veröffentlicht worden.
Außerdem: Einer der schlagfertigsten Gründe den physischen Tonträger zurück ins Wohnzimmer zu holen sind die vielen Boxsets, siehe unten. Man greift dafür deutlich tiefer in die Tasche als für ein Album bei iTunes, aber die Gründe das zu tun, liefert diese Auflistung der besten Veröffentlichungen von Collectors Editionen.

Turn on the bright lights, this is it:
by Andreas Boettcher on December 22nd, 2009

Die Dekade nähert sich dem Ende. Was ist aufgefallen? Quietschbunte Sonnenbrillen statt schwarzer Kajal. Castingbühne versus Garage. Die Kuhglocke kam zurück, das Gitarrensolo nicht. Subgenres top, Bigseller flop. Die Listen sind bunt gespickt. An der Wahl, welches Album nun die Poleposition einnimmt, schliessen wir uns nicht an. Dafür die Best-Of-Listen bekannter Medien. Es folgt: Der Pollroll.
Pitchfork / Better Propaganda / NME / Guardian / Rolling Stone / Billboard / Intro / eMusic / Besteveralbums
Nico und Sasha: Die Kunst der Kleidung
by Jan Schimmang on December 1st, 2009

Über Geschmack lässt sich streiten. Wer damit d’accord geht, ist hier richtig. Jede Diskussion redundant, Stilsicherheit als Konzept: “klassisch-avantgardistische Kleidung und Accessoires für Damen” heißt es in der Selbstdarstellung. “Extravagante Schnitte zwischen feminin und androgyn.” Die Klasse der Kleidung spiegelt sich im Interior und Arrangement der Modegalerie wider. Inspiration für die beiden Inhaberinnen Carolin Taurer und Marianne Weber waren die goldenen Zwanziger Jahre Berlins. Der Store Nico und Sasha befindet sich so auch konsequent im guten alten Westen der Hauptstadt, Charlottenburg: Schlüterstraße 31. Ein gutes Geschäft.

Sport Hit Paradise
by Andreas Boettcher on November 20th, 2009

In Paris wird im Dezember die Ausstellung mit Arbeiten von Elisabeth Arkhipoff, eine in New York lebende französische Künstlerin eröffnet. Als Grafikdesignerin entwarf sie unter anderem ein Plattencover für DJ Hell und drehte das Video für M83 “Run Into Flowers”
Mit dem neuen Projekt Sport Hit Paradise wird jetzt sozusagen eine fiktive Band ins Leben gerufen. Munk, In Flagranti, Gavin Russom und viele andere wurden gebeten, einen Track für das Album zu produzieren - und jeder hat seinem Song einen musikalischen Identitätsstempel aufgesetzt. Das sehr hörenswerte Ergebnis kann in limitierter Auflage auf Vinyl erstanden werden oder ist hier for free als Download zu haben.
From experiment to Pop
by Andreas Boettcher on August 3rd, 2009

Wieviele Stunden Kutiman wohl für sein Projekt gesichtet, geschnitten und gesampelt hat? Es müssen an die tausend gewesen sein. Das Ergebnis ist vorerst einzigartig. Vor einiger Zeit schon gab es die ersten Videos zu sehen, doch jetzt ist das YouTube-Album erschienen und das beweist, dass immer noch Neues aus dem einem alten Portal erwachsen kann. Hunderte Musiker, die ihre Instrumente in Homevideos spielen, fusionieren zu einem Song - so funktioniert Sample-Based-Music: schaut und hört ThruYOU.
Suicide Commando
by Jan Schimmang on July 23rd, 2009

Die Internet-Welt richtet sich nach Google, schließlich auch nach den Möglichkeiten, mit einer Website ein bisschen Geld zu verdienen. Zum Glück richtet sich deren Ads nicht nach den Bedürfnissen der User. Gefunden wurde das nicht gefakte Killer-Highlight übrigens in der Anzeigen-Rotation auf dieser Seite - die nebenbei noch was Gutes zu berichten hat: das neue Album von Ian Brown wird im September erscheinen. Popmat bleibt übrigens bis auf weiteres absolut werbefrei am Leben.
Next Page »
