POPMAT

Mr. Brett Anderson, just one question …

by Jan Schimmang on February 2nd, 2010

Photo by Joachim Zimmermann for Popmat.

WHY IS LEO ABRAHAMS A GOOD PRODUCER?

Brett Anderson: „He is a very talented musician. I found it incredible inspiring to work with him. He is fantastically complex and I never met him before. My idea was to make an album that was influenced by film soundtracks. And he had worked with people like Brian Eno or David Holmes. I wanted to get some of that energy and that meditative quality that sountracks have. So I gave Leo a call and we made this record. We started to work on a new album since January. It will be gonna improvised. No Songs were written beforehand. Just jam sessions. We will edit it and cut it up and turn it into songs. It´s all live.“

The third solo album “Slow attack” by Brett Anderson was released in October.

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Mühe. Macht. Motive.

by Jan Schimmang on January 27th, 2010

Gerade erst portraitierte er Helmut Kohl, George Bush Senior und Michail Gorbatschow. Eine Konstellation, die im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild passt: Denn Mühe versteht es, die Macht seiner Motive mit geradezu pedantischer Theatralik bis ins letzte Detail zu inszenieren. Bis zum 6. März zeigt die Galerie Camera Work die zweite Werkschau des Fotografen, kuratiert von F.C. Gundlach.

Presseschau (Auszug): Portrait des RBB. Beitrag in Titel, Thesen, Temperamente. Clip auf Deutsche Welle TV. Galerierundgang mit Info-Radio. “Der Arrangeur des Augenblicks” im Tagesspiegel. Im Interview mit der Berliner Zeitung. Ein Gespräch mit Der Welt. Das kleine Feature auf Popmat (Juli 2009).

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Beppe Loda: “If I Weren’t Italian I Wish To Be German.”

by Andreas Boettcher on January 18th, 2010

Beppe Loda was resident DJ at famous Typhoon Club in Gambara, north of Italy beginning in 1980. He claims, that he is not a Cosmic DJ. It was more an Afro Movement, Freestyle, and he helped keeping this music in mind of a lot of people, even in the new millenium. A real charismatic person behind the decks. So it’s fashion week in berlin and if you are lucky and own the invitation for the Diesel Aftershow Party, then you will witness him and Daniele Baldelli on one floor - titan clash. Beppe was so kind to answer a few questions.

Do you remember your best gig last year ?

“i done a lots of nice gigs in 2009, but my favourite was at synch festival athens benaki museum, i played with my project EGOTRYA !”

Do you have any rituals before djing?

“i haven’t particular ritual before djing.”

How many records do you own?

“i’m very selective with music wich i wanna play, so today i have as 15.000 records.”

Do you have any relations to berlin /germany except djing?

“the only relation which i have to berlino except djing it’s simply that i love germany and germans! i started to play in south germany MUNICH and AUGSBURG in the early 90’s and i have a lots of friend in bayern. and a lot of german djs over there took inspiration from my dj style. like in westfalia , dusseldorf where i usually play 2-3 times each year at “Salon des Amateurs“ , or in hamburg.

i love german electronic music and artists like Udo Hanten and Meskens “YOU” , Michael Mertens “PROPAGANDA“ , KLAUS SCHULZE , Arald Grosskopff . ecc..ecc.. there are a lots of arists i would like tell everybody but it’s really impossible. i love german rock (rongly called kraut ) like birth control and others. german JAZZ etc … etc…  if i weren’t italian i wish to be german!”

Your personal blueprints?

“there are 5′000 records at least , so i’ll say you! first three arrived in my mind :
Schalktreis Wasserman - Psychotron
You - Live Lines
Egotrya - Egotrya”

What’s your floorfiller track?

“i’m playing a lots of space disco rock at the moment so i’m able to say you immediately:
Rockets - On The Road Again

What is hot in 2010?

“i’m sure in the 2010 will be hot:
Egotrya - 4 elements (cd and album)
Beppe Loda - Portait Of Electronic Years 2 (compilation cd and album)
MC1 - new album (we are working on )
Beppe Loda - Spazio Virtuale (cd and album) and many others of my new productions”

Ckeck some footage here and there and don’t miss Beppe in Dresden this friday and Munich on saturday.

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State of the artwork

by Jan Schimmang on January 13th, 2010

Das Auge hört mit: die Kunstform des Plattencovers. Im Zeitalter der Klicks und Bits nicht mehr so relevant wie es eigentlich sein sollte. Wer nicht mindestens schon mal eine Platte gekauft hat, ohne auch nur eine Note darauf - geschweige denn ihren Interpreten zu kennen - wird die Zelebrierung der Visualisierung wohl niemals nachvollziehen können.

“This is Hardcore” von Pulp ist nicht nur musikalisch ein großer Moment der Popkultur, sondern auch dank seiner Verpackung. Der Graphiker und Designer Peter Saville prägte mit seinen Werken die Alben von unter anderem Joy Division oder New Order. Seine Inszenierung des Artworks des oben abgebildeten Albums mit Fotos von Horst Diekgerdes gilt als zeitlos brilliant. Cover und Booklet strotzen nur so vor Glamour, sind gleichzeitig wunderbar unterkühlt und vielleicht auch subtil provokant.

Saville zur Inspiration: “One day the phone rang and it was Jarvis Cocker. He said ‘I would like to talk to you about a cover for our new album’. He came round with Steve from the band, and they outlined their problem to me. They needed to reposition Pulp. They’d had a certain pop success in the mid-90s and were rather the heavier side of lightweight. They wanted to present Pulp more as a rock band. The music was a lot deeper, darker and moodier.”

Das Zitat stammt aus einem Artikel des New Statesman Magazine aus dem Jahre 1998. In Auszügen ist der Text via Acrylic Afternoons nachzulesen. Auch das Magazin Sleevage hat die Geschichte des Covers lesenswert aufbereitet.

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Klicks on Nuflicks

by Jan Schimmang on January 8th, 2010

Popkultur im Web, der Input ist kaum noch zu überblicken, der Output vieler Angebote nur schwer zu filtern. Die Suche nach Qualität wird oft zur Qual. Eine gute Adresse in diesem Kontext ist nuflicks.de - eben so professionell wie notwendig, gleichzeitig noch mit dem gewissen Laissez-faire und charmanten DIY-Appeal. Schwerpunkt: Interviews mit Künstlern wie Mouse On Mars, Robocop Kraus, Zoot Woman oder Miss Kittin. Zudem Live-Footage, das sich deutlich vom allgegenwärtigen Trash auf YouTube & Co. absetzt.

Florence And The Machine - Drumming Song (live)

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Temporary Big Things

by Andreas Boettcher on January 6th, 2010

Nach dem Pollroll der besten Alben, gibt es rückblickend noch vieles mehr was uns an die “Naughties” erinnern lässt. Da wäre: Der Hype. The next big thing. Das Internet und wie Myspace und Blogs die Musikwelt veränderten. Kaum gab es einen neuen Sound, musste auch schon ein Genre her, um die Maschine zum rollen und den Künstler wenig später ins Grab zu bringen. Electroclash, Mash-Ups, Grime usw. Eine Zusammenstellung der verblassten Trends sind in einem Artikel der New Yorker Wochenzeitung Village Voice veröffentlicht  worden.

Außerdem: Einer der schlagfertigsten Gründe den physischen Tonträger zurück ins Wohnzimmer zu holen sind die vielen Boxsets, siehe unten. Man greift dafür deutlich tiefer in die Tasche als für ein Album bei iTunes, aber die Gründe das zu tun, liefert diese Auflistung der besten Veröffentlichungen von Collectors Editionen.

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Joachim Zimmermann: Eine Abmachung mit der Atmosphäre

by Jan Schimmang on January 4th, 2010

Update: Joachim wurde für den Lex Rossen Award 2010 nominiert.

Der Fotograf Joachim Zimmermann bettet seine Sujets gekonnt in ein akzentuiertes Farbspiel. Seine Fotos verfügen oftmals über den Glam und die Hipness einer hedonistischen Disco-Nacht. Scheinbar prädestiniert für den Hochglanz des schnellebigen so genannten Lifestyle, gerne mit dem Schwerpunkt Musik. So portraitierte er u.a. bereits MGMTNina Persson oder Art Brut. Sein oben gezeigtes Foto von Zoot Woman stellt der gebürtige Schwarzwälder übrigens für Popmat zum Download zur Verfügung (1200×800 Pixel bei 72 dpi / Desktop MacBook). Er kann seine Inszenierung allerdings auch dem Kontext entsprechend reduzieren, bespielsweise für seine Landschafts- oder Architektur-Aufnahmen. Weil er modemäßig einer der stilsichersten Figuren des Prenzlauerbergs ist, wird diese Tatsache dementsprechend auch in seinen Fashion-Shootings transportiert. Auch wenn er beides wahrscheinlich verneinen würde. Es ist schon einige Jahre her, dass Joachim zweimal vordere Plätze beim Deutschen Jugendfotopreis belegte. Anschließend arbeitete er nicht nur für viele Pop-Magazine, sondern auch für den Suhrkamp Verlag oder Die Zeit - und fotografierte die Arctic Monkeys für das der Visions.

Was war das erste vernünftige Foto, das du gemacht hast?

“Das war im Jahre 2003. Ein schwarz-weiß Portrait in Südfrankreich. Ich mag es deswegen, weil ich später auf dem Foto in den Augen der Portraitierten etwas sah, das diesen Moment, die Gefühlslage, die Jahreszeit, den Ort und auch mich selbst widerspiegelte.

Welche Fotografen schätzt du und warum?

Martin Parr für seine Liebe zu nationalen Klischees und Ticks und seine Einzigartigkeit diese abzulichten. Tim Walker beeindruckt mich mit seinen großartigen Inszenierungen. Und Sibylle Bergemann wegen ihrer zeitlos poetischen Portraits.”

Was zeichnet deiner Meinung einen guten Fotografen aus?

“Die ideale Mischung aus Hard- und Softskills, Talent, Technik, Organisiation, Konzentration, Einfühlungsvermögen und das Sehen sollten feinstens abgestimmt sein und sich bei jedem Shooting ideal miteinander arrangieren.”

Wer sollte mal von dir fotografiert werden?

“Chloë Sevigny. Ich spüre eine Abmachung in der Atmosphäre, dass es irgendwann dazu kommt beziehungsweise kommen muss.”

Zukunftspläne?

“Ich fotografiere natürlich weiterhin viel und plane derzeit einen Bildband mit meinen Arbeiten aus dem Musikbereich.”


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Sometree about “Moduin”

by Jan Schimmang on December 31st, 2009

Video and Photo were taken during the brilliant Restgeräusch Sessions via Rote Raupe.

The Singer: “‘Moduin’ was the first song that was written for our new record ‘Yonder’. Well, actually we started working on the main theme of the song a long time before we even thought about recording ‘Yonder’. We were asked to write a theme song for a short film of a befriended filmmaker. So we wrote and recorded a version of the song, we considered to fit the movie. After we decided that we wanted the song on the new record, too. But we all thought that we have to give the song a total makeover to fit on a Sometree record. Lyric wise the song follows the notion of going back to a long lost lover after years of longing and wondering, just to find out that you and the once loved one are complete different persons that can´t relate in any way.”

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Dance and Sensibility: “Liebestänze” von Rainer Schmidt

by Jan Schimmang on December 28th, 2009

Laut Klappentext ließ ein neuer Sound die Herzen einer Generation nicht höher, sondern schneller schlagen. Ein arg bemühtes Klischee, eine schräge Phrase für das Lebensgefühl derjenigen, für die Techno nicht nur Musik, sondern Selbstfindung war. Vielleicht heute noch ist. In “Liebestänze” von Rainer Schmidt geht es um eine Suche. Um das Finden des Glücks, um den Kontrast zu dem bisher Erlebten, um die Sehnsucht nach anderen Horizonten.

Berlin, Mitte der Neunziger Jahre. Ein junger Bankmanager zieht in die Hauptstadt, zelebriert das hedonistische Nachtleben und verliebt sich. Der Rahmen für ein wildes Generationen-Portrait, das gleichzeitig auch eine Liebesgeschichte erzählt.

Der Roman funktioniert seit kurzem auch als Online-Projekt: In voller Länger wird er via Video im Netz vorgetragen. Es lesen unter anderem Rainald Götz, Feridun Zaimoglu oder Maxim Biller.

Benjamin von Stuckrad-Barre liest aus Rainer Schmidts “Liebestänze”:

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Turn on the bright lights, this is it:

by Andreas Boettcher on December 22nd, 2009

Die Dekade nähert sich dem Ende. Was ist aufgefallen? Quietschbunte Sonnenbrillen statt schwarzer Kajal. Castingbühne versus Garage. Die Kuhglocke kam zurück, das Gitarrensolo nicht. Subgenres top, Bigseller flop. Die Listen sind bunt gespickt. An der Wahl, welches Album nun die Poleposition einnimmt, schliessen wir uns nicht an. Dafür die Best-Of-Listen bekannter Medien. Es folgt: Der Pollroll.

PitchforkBetter PropagandaNMEGuardianRolling StoneBillboardIntroeMusicBesteveralbums

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