POPMAT

ROOM FOR MUSIC

by Jan Schimmang on August 30th, 2010

All photos by Ragnar Schmuck.

Steve Bug

Lawrence

Four Tet

Jazzanova

Their home is there DJ castle - good input via Facebook: The photo project Musikzimmer - DJs and their living rooms shows the flat interior of disc jockeys like Steve Bug or Jazzanova. But fame is not necessary to be featured in this exhibition. Because it`s all about the look and feel - the living with music.

P.S.
The magazine Groove had featured the images years ago in a great story. You can see it still via Dailywhatnot.

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“Pavement haben den Grunge zynisch interpretiert”

by Jan Schimmang on August 23rd, 2010

Er war einmal Patrik Pacard und ist jetzt Gitarrist der Band deutscher Mädels. In seiner musikalischen Sozialisation sind Pavement von zentraler Bedeutung für den Schauspieler Hendrik Martz (rechts im Bild von Jim Walker):

„Pavement haben in den Neunziger Jahren Popkultur geschrieben. Meine erste Begegnung mit der Band fand 1994 via MTV statt. Das war etwas völlig anderes. Ihre Musik, ihr Auftreten, wie sie diesen ‘Lo-fi-Sound’ geprägt haben. Die interne Spannung zwischen Stephen Malkmus und Scott Kannberg war energetisch, hat aber schließlich zur Auflösung der Band geführt. 1997 habe ich sie das erste Mal live gesehen, im ‘Loft’ unter dem ‘Metropol’ in Berlin. Malkmus konnte damals noch durch das Publikum laufen, weil sie hierzulande noch nicht so bekannt waren. Anschließend habe ich die Band kurioserweise zufällig am Döner-Imbiss getroffen und ein bisschen mit ihnen gesprochen – sehr angenehme Menschen. Ich fand die Musik genial, Malkmus ist für mich einer der unterschätztesten Gitarristen seiner Dekade. ‘Crooked Rain, Crooked Rain’ ist der ideale Einstieg, um sich mit Pavement zu beschäftigen. Ein Album, das mitten in den Grunge einschlug, dessen Problem es war, dass er sich viel zu wichtig genommen hat. Pavement hingegen haben Grunge satirisch und zynisch interpretiert. So ist beispielsweise ‘Cut your hair’ ein grandioses Stück – ohne Sinn: jeder grölt ‘Career, career, career’ bzw. ‘Korea, Korea, Korea’ mit, wie absurd. Grunge war ein Massenphänomen, und Pavement dafür eigentlich viel zu intellektuell.“

Hendrik steht heute für die Werbeindustrie vor der Kamera, ist Schauspiel-Coach bei Martz & Walker und Synchronsprecher für TV- und Kinoproduktionen. Das Debütalbum von BdM soll Anfang 2011 erscheinen.

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THE VIDEO INTERVIEW: HURTS

by Jan Schimmang on August 16th, 2010

A new chapter in Manchester’s tradition of Pop: Theo Hutchcraft and Adam Anderson have probably made one of the most controversial records of this year. “Happiness” by Hurts will be released on 27th of August. The duo is known for its single “Wonderful life” - a pathetic tribute to the sound the 80s playing with the fashionable aesthetic of the 20s. For some people all this is a fake reproduction of primitive metaphors, for other it is a well done homage of past decades which is set in a modern context. Popmat met the two men behind the hype for an video interview and ask about their visions of asthetic, the evolution of their songs and really important records.

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Wolfgang Welt in Opak: “Weder noch ist mir gelungen”

by Jan Schimmang on August 12th, 2010

Seine Sprache zeichnet sich durch eine Direktheit aus, deren Authentizität bisweilen geradezu primitiv erscheint. Der erste Satz seines Romans ”Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe”:

“Etwa zwei Jahre nach unserer ersten Begegnung machte mir Sabine am Telefon Aussicht auf einen Fick, allerdings nicht mit ihr selber, sondern mit ihrer jüngeren Schwester.”

Der Schriftsteller Wolfgang Welt muss sich mittlerweile mit dem Klischee auseinandersetzen, als einer der ersten deutschen sogenannten Popliteraten zu gelten. Der Mensch dahinter: schwer greifbar. Sein Werk: vermeintlich verkannt. Prägnant zusammenfassend ist das Portrait in der Zeitschrift Opak, indem sein Schaffen und Leben skizziert werden. Zitat:

“1983 wird Welt in die Psychiatrie eingeliefert. Er hatte sich u.a. für J.R. Ewing gehalten (…) und in einer Tchibo-Filiale randaliert. (…) Damit ist Welts kurze Karriere als Musikjournalist beendet. (…) Seit 1991 sitzt er fünf Tage die Woche von zehn Uhr abends bis sechs Uhr morgens in der Portiersloge des Schauspielhaus Bochum.”

Absolut lesenswert ist zudem sein wundersam sperriges Gespräch mit den Autoren Lasse Koch und Christian Ebert.

Frage: “Warum hast du mit dem Schreiben angefangen?”

Wolfgang Welt: “In erster Linie wollte ich natürlich Geld verdienen und berühmt werden. Weder noch ist mir gelungen.”

Das vollständige Portrait und Interview findet sich in der aktuellen Ausgabe von Opak - ab sofort erhältlich.

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Everything changes when you get lost in music

by Andreas Boettcher on July 28th, 2010

Das Debütwerk der Regisseurin Amy Grill feierte erst vor kurzem in Berlin die Deutschlandpremiere, zeitgleich mit dem DVD-Release. Wie sie selber sagt, ist es eine etwas andere Dokumentation über elektronische Musik, in der es eher um die Menschen in dieser Subkultur geht, als nur um Musik. In der 3-jährigen Enstehungszeit begleitete sie mit ihrem Mann DJs, Produzenten, Labelchefs, allesamt Lost in Music und in der Szene lange keine Unbekannten mehr. Speaking in Code wird jetzt auch vom Videoportal 3min in Schnipseln unter die Leute gebracht. Mittwochs, freitags und montags erscheint jeweils eine neue Folge. Wer diese Leidenschaft noch nicht teilt, so Musik zu machen und zu leben, dass es in Fleisch und Blut übergeht, der kann das Geheimnis eventuell mit Hilfe dieser Doku entschlüsseln.

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Imperial Bedrooms: Ein Zeitsprung mit Bret Easton Ellis

by Jan Schimmang on July 23rd, 2010

Foto: Elizabeth Daniels

1985, als er seinen Debütroman “Unter Null” schrieb, war Bret Easton Ellis 21 Jahre alt und ging noch zum College. Protagonist der Handlung: Clay, ein snobistischer Student, der sich in eine Dreiecksbeziehung mit seiner Freundin Blair und deren Liebhaber Julian verstrickt: eine hedonistische Weltanschauung pervertiert zum Albtraum.

25 Jahre später wagt Ellis das Experiment, Clay als Romanfigur zu reaniminieren, indem er ihn als erfolgreichen Drehbuchautoren nach Los Angeles zurückkehren lässt. Seine Ex-Freundin Blair, mittlerweile unglücklich verheiratet, übt auf ihn immer noch eine gewisse Faszination aus - doch niemand, selbst seine alten Freunde nicht, scheinen über Clays Rückkehr glücklich zu sein: das Setup für die Fortsetzung einen Generationenportraits.

“Imperial Bedrooms” ist kürzlich auf Englisch erschienen. In deutscher Sprache erscheint der Roman am 23. September bei Kiepenheuer & Witsch.

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Vor dem Start: Berlin Festival 2010

by Andreas Boettcher on July 22nd, 2010

Nach dem Melt! ist vor dem Berlin Festival. Letztes Jahr wurde erfolgreich kooperiert und nun setzt sich auch die Berlin Music Week mit in den Flieger, dessen prominenteste Abteilung wohl die Popkomm ist. Das klingt nach viel Business, der auch erstmal verstaut werden muss. Das alles soll den Musikfan allerdings nicht stören, sondern hoffentlich nur Vorteile bringen. Der Erwerb des Festivaltickets deckt auch den Eintritt zur zwei Tage früher startenden Popkomm ab. Das “All-Inclusive” Bändchen beinhaltet also viele Showcases. Der Startschuss zum Berlin Festival findet dann am Freitag statt. Die wiedervereinigten, stilbildenden Gang Of Four haben sich angekündigt, ebenso wie Orange Juice-Denker Edwyn Collins. Der Soundforscher Dan Snaith alias Caribou hat dieses Jahr die Platte präsentiert, die eigentlich von Hot Chip erwartet wurde. Caribou macht seine neue Single “Sun”, for free auf der Festivalseite, auch zum Festival-Tune. Tricky trippt, Gonzales entertaint, Soulwax und die Daweale Brüder 2 Many DJs - lift off. Eine Bühne mehr als letztes Jahr gibt es und eine Menge Kunst noch dazu. Soundunreinheiten im Hangar sollen bei der 5. Ausgabe behoben werden. Berlin hat sich das große, “offizielle” Open-Air längst verdient.

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This Aeroplane can’t fly

by Andreas Boettcher & Jan Schimmang on July 19th, 2010

The success of belgium producer / DJ duo Aeroplane keeps the world turning. After remixing some big players (”Doing a Robbie Williams mix was a surprise, he’s a big deal”) they had toured nearly everywhere around the world.

Finally there is a date for the debut album confirmed: “We Can’t Fly” will be released 27th of September via Eskimo Recordings. The title track as preview:

Meanwhile Stephen Fasano has left the project friendly. So it`s Vito De Luca who is the lonely captain on board. The songs between Cosmic Disco and Pop will feature i.e. Au Revoir Simone or Poni Hoax. Definitely one of the most appreciated records this year.

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Record Club Sessions

by Andreas Boettcher on July 13th, 2010

Vor über einem Jahr begannen die Sessions in einem unausgelasteten Musikstudio in L.A. Beck bat seinen Produzenten Nigel Godrich, den Johnny Cash-Drummer Joey Waronker und seinen Schwager, den Schauspieler Giovanni Ribisi ins Studio. Gemäß der Satzung des Record Club wird ein besonderes Album der Musikgeschichte ohne Tricks innerhalb eines Tages eingespielt. Die erste Session coverte das berühmte “Bananen-Album” von Velvet Underground. Mittlerweile waren u.a. Gäste wie Feist, Jamie Lidell, Wilco, MGMT, Devendra Banhart und Liars vertreten. Beck versammelt die Indie-Elite um sich, covert “Songs of Leonard Cohen” und “Kick” von INXS und ist mit seinem Konzept die einzige amerikanische Adresse für exklusive Umsonst-Sessions im Netz. Zur Zeit erscheint wöchentlich ein Song des griechischen Instrumentalkünstlers Yanni. Und diesmal einfach so mit der Post-Rock Band Tortoise und Sonic Youths Frontmann Thursten Moore. Das ist doch krank.


Fashion Geek: Sébastien Tellier about Yves Saint Laurent

by Andreas Boettcher & Jan Schimmang on July 7th, 2010

It`s Berlin Fashion Week.

Remember when Sébastien Tellier was wearing YSL at his great performance for the Eurovision Song Contest 2008? A few weeks later Popmat met him and talked about the grand monsieur of fashion who had died a few days ealier. In 2010 this little tribute is still timeless - with a lot of respect for the french style icon.

Tellier recently released the remix version of his last album “Sexuality” via Record Makers: you can download Kasper Winding`s Version of “Elle” for free. Plus: the label celebrates his 10th anniversary with some gimmicks on its homepage and this fine animation video.

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