POPMAT

Forget iTunes! Here are HighTunes featuring Sébastien Tellier

by Andreas und Jan on September 3rd, 2008

The french weirdo about the three most important songs of his own repertoire.


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Von wegen “eigentlich sollten wir erwachsen werden” und so …

by Jan on August 29th, 2008

“Ich trug schon ein Smiths-T-Shirt, bevor ich je ihre Musik gehört hatte oder auch nur wusste, wie die Bandmitglieder aussahen. Sicher, das klingt seltsam, aber seltsame Dinge ereignen sich eben, wenn man ein anderer wird und sich über Nacht in einen gigantischen einsamen Penis verwandelt.”

Marc Spitz: Wann nur, wenn nicht jetzt?

Interview mit dem Autoren

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Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

by Jan on August 25th, 2008

Christian Kracht veröffentlicht Anfang September einen neuen Roman, der genau diesen wunderbaren Titel trägt, mit dem sich auch dieser Text schmückt. Die Handlung bietet u.a. eine Antwort auf die Frage, was passiert wäre, wenn der erste Weltkrieg anders verlaufen wäre. Aber es gibt noch zwei weitere Neuigkeiten vom Autor. Erstens: er wird heiraten. Zweitens: er trinkt keinen Alkohol mehr. Also zwei bedeutsame Schritte, die das Leben maßgeblich verändern. Beides meldet übrigens die Zeitschrift Park Avenue. Das alles ein gebührender Anlass, im Archiv zu stöbern und einen der wenigen TV-Auftritte des Autors zu featuren. Nämlich sein Gespräch mit Harald Schmidt aus dem Jahre 2001. Dort ließen die beiden nicht nur Krachts Zitat über Nick Hornby Revue passieren (”Er ist zu dreckig und zu heterosexuell und sieht aus wie ein Penis”), sondern der Schriftsteller berichtete auch von einem Ewigkeiten zurück liegenden Dialog mit Franz Josef Wagner, dem ehemaligen Chefredakteur der B.Z. Das Gespräch fand vor der Berliner Paris Bar statt, in etwa so: “Können Sie was für uns schreiben?” Kracht: “Ich kann nicht auf Klopapier schreiben.” Man muss erwähnen, dass letzterer damals für die Zeitung arbeitete und Wagners Assistent war. Und anschließend nach eigener Aussage von ihm gewürgt wurde. Aber von Harald Schmidt geschätzt wird: “Sie können vieles formulieren, was ich nur dumpf empfinde.”

Trailer: “Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten”

Christian Kracht bei Harald Schmidt (2001)

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Now playing: Louis XIV

by Jan on August 19th, 2008

Um ihr Debüt gab es vor rund drei Jahren noch ziemlich viel Alarm. Sexismus, Hedonismus, Alkholismus und so. Pitchfork hat sie damals in Grund und Boden geschrieben. Angeblich weil ein Bandmitglied dem betreffenden Journalisten die Frau ausgespannt hat. Das zweite Album “Slick dogs and ponies” geht wieder geradeaus. Auch wenn die Pitchies damit immer noch nicht klarkommen. Rock´n´Roll. Stones & Marc Bolan. Mit einem Hit namens “Tina” - die aber als Metapher für Kokain herhalten muss - wie Sänger Jason Hill einmal erklärt hat. Ach so, okay. Live sind Louis XIV übrigens ziemlich großartig, als wäre die Zeit stehen geblieben. Auf dem Display setzen sie ihre Portagonistinnen anscheinend aber auch gerne mal eher so hipster-modern mit American-Apperal-Chic in Szene (übrigens gut gemacht von Boderline Films):

Louis XIV - Stalker (Official Web-Video)


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Freshflash: Fujiya & Miyagi

by Andreas on August 15th, 2008

Steve Lewis, David Best und Matt Hainsby sind Fujiya & Miyagi. Die beiden Erstbenannten sind die Masterminds hinter der Band, die sich seit 2003 mit ihrem Klangbild irgendwie eine neue Schublade erspielt haben. Referenzen zu 70er Jahre Industrial, Down-Tempo und Retro-Disco sind hinsichtlich bekannt. Nach ausverkauften 10″ EPs kam 2006 ihr zweites Album “Transparent Things”. Ein Sound-Genuss, der auch mit Lob durch solch illustre Checker wie Andrew Weatherall, James Murphy oder Trevor Jackson überhäuft wurde und bei dem üblichen Neo-Brei hervorstach. Erst durch das Label Grönland auch in Deutschland veröffentlicht, bewies Herr Grönemeyer einmal mehr sein Herz zu artverwandten des Krautrocks, denn auch Neu! und Harmonia wurden auf dem Label mit neu aufgelegten Klassikern gebührend gefeiert.

Am 1. September erscheint “Lightbulbs”, das neue Werk der drei aus Bristol in UK auf Full Time Hobby. In Deutschland wird der neue Stoff im Oktober wieder auf dem Label Groenland erscheinen. Die vorab präsentierte Single “Knickerboxer” besticht wieder mit hypnotisch groovendem Sprechgesang, dem Markenzeichen der Band. Genau das scheint auch beim aktuellen Release einen wichtigen Part zu übernehmen. Mit der Prise Disharmonie bei dem zum Download vorgestellten Albumtrack, bahnt sich da ein Hoffnungsträger an, der die Jahrescharts der Indiemusik aufmischen wird. Word, cool kids.

Fujiya & Miyagi - Knickerboxer (Stream) / Dishwasher (Download)

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Adam Green performing The Poem Story

by Andreas und Jan on August 12th, 2008

Some weird stuff again. The man told us The Shit Story and The Doherty Story and now here he is giving an encore where he performs a poem by himself. The only little problem: we really don´t understand anything.


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Backflash: The Faint - Danse Macabre (Saddle Creek, 2001)

by Jan on August 6th, 2008

Musik verbindet man häufig mit zeitweiligen Eindrücken. Der erste Kuss mit ihr, der letzte Sex mit der anderen. So was eben. Oder Ähnliches. Aber es gibt sie wirklich. Alben, die niemals totzukriegen sind. Die mehr zu bieten haben als temporäre Assoziationen. Songs, die immer funktionieren. Auch noch fünf Jahre, nachdem man sie zum ersten Mal gehört hat. Die aber eben nicht obligatorische und absolute Klassiker wie das “White Album” der Beatles sind. Sondern irgendwie spezieller.

Brachial, düster und mit ausgebreiteten Armen wird man vom Opener “Agenda Suicide” in dessen Fluten gerissen. Ohne jegliche Kompromisse wabern Synthies und knarzen Vocoder, ohne dass in ihnen das Gespür für Melodie untergeht. Hedonistisch, sexy und auch ein bisschen destruktiv - und immer dramatisch arrangiert. Musikalisch die ganz große pathetische Geste, zudem ein Missing Link zwischen Rock und Club und dabei längst nicht nur billiger Elecroclash, der seinerzeit so gehyped wurde und en vogue war.

Dass das folgende Album den tollen Titel “Wet from birth” trug und ebenfalls großartig war, die aktuelle Single “The Geeks Were Right” erneut vehement überzeugt, sei hier nur marginal erwähnt. Denn “Danse Macabre” von The Faint hat derart tiefgehende Spuren hinterlassen, dass man schon mal die Distanz verlieren, persönlich werden und Superlative bemühen darf: im schwülen Sommer 2003 (also mit zwei Jahren Verspätung) hat mich diese Platte regelrecht erschlagen. Mittlerweile - aus aufrechter Perspektive - bin ich mir mittlerweile endgültig vollends sicher: ein vollkommen zeitloses Meisterwerk.

Text: Jan Schimmang

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The Rubies - The truth and the lies (live for Popmat)

by Andreas und Jan on Juli 30th, 2008

Here is another song of an exclusive performance by Simone Rubi. She is the songwriter of The Rubies and this is a track from their album “Explode from the Center”. By the way: her guitar was a present from Erlend Øye as well known as The Whitest Boy Alive.


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Warren Suicide empfehlen …

by Andreas und Jan on Juli 25th, 2008

Wenn man nun mal so gar nicht weiter weiß: lass uns über Musik sprechen, die dir wirklich wichtig ist. Cherie und Nackt von Warren Suicide (“Requiem for a missing link”) sprechen über einen Klassiker und erzählen eine tragische Geschichte.


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39,90

by Jan on Juli 23rd, 2008

Er verlässt den Konferenzraum seiner Werbeagentur um Pinkeln zu gehen. Nasenbluten, was sonst. Mit dem Blut malt er das Wort “Pigs” an den Spiegel und erfreut sich daran. Fast schon eine dadaistische Tat. In Frédéric Beigbeders Roman “39,90″ aus dem Jahre 2000 - längst ein moderner Klassiker - geht es allerdings auch um viel mehr als um die Eitelkeit und dem Streben nach Hedonismus aus der Perspektive einer Werber-Brille. Es geht viel mehr auch um subtil-legere Medien- und Konsumkritik, in Zynismus verpackt - Zitat aus dem Roman: “Kennt ihr den Unterschied zwischen arm und reich? Die Armen verkaufen Drogen, um sich Nikes zu kaufen, und die Reichen verkaufen Nikes, um sich Drogen zu kaufen.”

Beigbeders Werk kreist dabei um die elementaren Aspekte des modernen Menschen. Lifestyle, Liebe und Co. werden in Tagebuch-Prosa verarbeitet. Das Ganze wohl auch gespickt mit autobiographischen Querverweisen. Seinen Job in einer renommierten Agentur wurde der Autor jedenfalls anschließend los. Dafür folgten seither durchweg gute Romane, in mehreren davon findet sich auch der Protagonist aus “39,90″ wieder, jetzt von Jan Kounen verfilmt. Ein schneller, überzogener und comic-artiger Bilderreigen. Grotesk natürlich: die Perversion der ganzen Kapitalismus-Machinerie möchte Beigbeder (sein Danone-Boykottaufruf wurde einmal gerichtlich gestoppt) in seinem wichtigsten Roman zur Schau stellen. Und nun wird die Verfilmung dieser literarischen Kritik ausgerechnet u.a. massiv in Murdochs Moloch beworben. Ob Beigbeder - wie es sein fiktives Ich wohl auch tun würde - wenigstens ab und zu mal nach dem Geldzählen vor Selbstekel in die noble Toilette kotzt?

Text: Jan Schimmang


39,90 trailer
Hochgeladen von Alamodefilm
Trailer in High-Resolution.

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